Tierwohl steht im Vordergrund

BUNDE / HEINITZPOLDER, 22.8.2016

Leckeres Schweinefleisch zu günstigsten Preisen: Die Schnäppchenjagd an der Kühltheke ist in Deutschland Volkssport. Gleichzeitig wünschen sich die allermeisten Verbraucher eine Verbesserung der Standards für mehr Tierwohl. Ein unlösbarer Widerspruch? Das muss nicht sein.

Davon konnte sich die CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann jetzt ein eigenes Bild machen. Sie besuchte zusammen mit Dr. Alexander Hinrichs von der Initiative Tierwohl den Betrieb von Arno Freesemann und Aeilko Fresemann in Bunde/Heinitzpolder.

Arno Freesemann und Aeilko Fresemann züchten hier Schweine. Ihre Ställe sind heller und geräumiger als die üblichen. Denn sie machen mehr als der gesetzliche Standard. Dieses Mehr wird honoriert. Die beiden Schweinezüchter erfüllen damit wertvolle Tierwohl-Kriterien, die ihnen Bonuszahlungen der Initiative Tierwohl garantieren.

Arno Freesemann und Aeilko Fresemann nehmen seit ihrem Start im Jahr 2015 an dieser Initiative teil. Die Initiative Tierwohl wird von Einzelhändlern finanziert. Kauft der Kunde ein Kilo Schweinefleisch oder Geflügel, zahlt der Einzelhändler vier Cent in einen Fonds und zwar unabhängig vom Marktpreis. Dieses Geld fließt an die Bauern, die auf ihren Höfen bestimmte Maßnahmen umsetzen. Zum Beispiel, indem sie ihren Tieren mehr Platz, mehr Licht oder -zusätzlich zum Kraftfutter – Knabbermaterial geben. Tierwohl lohnt sich.

Gitta Connemann, die selbst auf einem Hof groß geworden ist, konnte sich von der Umsetzung des Tierwohl-Gedankens hautnah überzeugen: „Wir alle tragen Verantwortung für das Wohl von Tieren. Die Initiative zeigt einen Weg auf, wie Landwirte Veränderungen für das Wohl ihrer Tiere umsetzen und gleichzeitig wettbewerbsfähig bleiben können.”

Arno Freesemann und Aeilko Fresemann machen es vor. Ihre Sauen können frei laufen und einzeln fressen. Sie haben ständigen Zugang zu Raufutter. Gegen Langeweile gibt es organisches Beschäftigungsmaterial. In getrennten Ferkelställen stehen große Abferkelbuchten. Standards wie Antibiotikamonitoring, Stallklima- und Tränkewassercheck oder ausreichend Tageslicht werden penibel genau eingehalten. Ihre Schweine fühlen sich im wahrsten Sinne des Wortes „sauwohl“.

Derzeit profitieren gut 267 Millionen Schweine, Hähnchen und Puten von der Initiative Tierwohl. Nach Aufstockung der Finanzmittel konnten im April 2016 fast 160 Schweinehalter mit rund 1,4 Millionen Tieren zusätzlich von der Warteliste nachrücken. Auf dieser stehen noch viele Betriebe. Denn es gibt einen Wermutstropfen. Der Fonds ist leider noch immer nicht ganz ausreichend.
Weitere Informationen gibt es unter www.initiative-tierwohl.de.

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