„Wir wollen fairen Wettbewerb“
WEENER, 13.02.2026
Friseurmeister Heiner Heijen ist in Ostfriesland eine Institution. Seit fast 60 Jahren stehen seine Familie und er für hervorragendes Handwerk. Vater Gerhard Heijen startete in den 60iger Jahren mit einem Friseursalon in Weener-Holthusen. Und vererbte die Leidenschaft auf Tochter Silke Heijen-Bertram und eben Sohn Heiner.
Dieser engagiert sich neben seinem Betrieb ehrenamtlich für das Handwerk. Er ist Kreishandwerksmeister, gibt aber auch dem Friseurhandwerk Gesicht und Stimme – als Obermeister und stellvertretender Landesinnungsmeister. Landesweit gibt es mehr als 80.000 Friseurhandwerkerinnen und -Handwerker. In deren Namen dankte er jetzt der CDU-Bundestagsabgeordneten Gitta Connemann für ihren Einsatz gegen Schwarzarbeit.
Das Friseur- und Kosmetikhandwerk leidet wie kaum eine zweite Branche unter Schwarzarbeit. Mit der Novelle des Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetzes wurde das Friseur- und Kosmetikgewerbe nun in den Katalog der Schwerpunktbranchen aufgenommen – auf ausdrücklichen Wunsch der Betriebe. Damit können illegale Beschäftigung und Schwarzarbeit in dem Gewerbe jetzt effektiver bekämpft werden. Connemann hatte sich dafür in den Koalitionsverhandlungen und in der Bundesregierung stark gemacht – mit Erfolg.
Zusammen mit Bürgermeister Heiko Abbas besuchte sie Heijen jetzt in seinem Salon Art Frisör in Holthusen. „Viele Handwerker stehen heute unter Druck – auch durch Schwarzarbeit“, sagt Connemann. „Ehrliche Betriebe verlieren Aufträge. Arbeitsplätze sind gefährdet. Und dem Staat entgehen Abermilliarden an Einnahmen.“ Für Connemann steht fest: „Schwarzarbeit ist kein Kavaliersdelikt. Sie ist ein Schlag ins Gesicht von denen, die jeden Tag arbeiten, ihre Steuern zahlen und Verantwortung übernehmen. Deshalb ist es richtig, dass wir als Staat für Fairness sorgen und Schwarzarbeit bekämpfen.“
Mit dem Gesetz zur Modernisierung und Digitalisierung der Schwarzarbeitsbekämpfung wurde ein Rahmen geschaffen, der Bürokratie abbaut und Schwarzarbeit gezielt bekämpft – dort, wo sie wirklich auftritt. Das Friseur- und Kosmetikgewerbe wurde dabei in den Katalog der Schwerpunktbranchen aufgenommen. Denn gerade in dieser Branche floriert Schwarzarbeit – auf Kosten der Ehrlichen. Heiner Heijen, seine Kolleginnen und Kollegen sind dankbar für den Schritt. Heijen macht deutlich „Wir wollen zeigen, dass wir sauber arbeiten. Wir wollen fairen Wettbewerb. Wir wollen gleiche Regeln für alle.“
Zukünftig müssen Friseursalons aber auch Barbershops, Nagelstudios dafür sorgen, dass ihre Beschäftigten ihren Ausweis dabeihaben, neue Mitarbeiter sofort angemeldet werden, Arbeitszeiten ordentlich erfasst werden und Kassen sauber geführt wird werden. Sehr zur Freude der Handwerksbetriebe, die diese Regeln ohnehin befolgen.
Und von Bürgermeister Heiko Abbas: „In unserer Stadt gibt es viele innovative Handwerksbetriebe, die von ihren Inhabern mit Leidenschaft geführt werden. Es ist wichtig, dass sie gegen unlauteren Wettbewerb geschützt werden. Das kommt am Ende auch der Stadt Weener zugute.“
Connemann betonte: „Friseurinnen und Friseure sind Künstlerinnen und Künstler des Alltags. Sie geben Menschen Selbstbewusstsein – und manchmal sogar ein Stück Würde zurück. Gut, dass sie jetzt den Rückenwind bekommen, den sie verdienen.“