29.4.2013: Fischer sollen zukünftig Off-Shore-Kabel sichern können

BERLIN. Das ist eine gute Nachricht für die Fischer in Ostfriesland: Bislang können deutsche Fischer nicht in die Sicherung von Off-Shore-Kabeln auf See eingebunden werden. Diesen fehlt dafür ein förmliches Schiffsoffizier-Patent. „Das grenzte schon ans Lächerliche. Denn wenn sich jemand mit Kuttern auskennt, dann unsere Fischer“, kritisiert die CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann. Bei einem Gespräch mit der Präsidentin des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrografie in Ditzum war sie auf das Problem aufmerksam gemacht worden.
Mit der geplanten Anpassung der Schiffsoffizier-Ausbildungsverordnung soll dieses nun gelöst werden. „Bislang wurden die Aufträge – sehr zum Ärger der deutschen Fischer – ausschließlich an ausländische Unternehmen vergeben. Zukünftig sollen von der Anpassung auch unsere Fischer in der Region profitieren können”, teilte die Christdemokratin jetzt mit. Als fischereipolitische Sprecherin ihrer Fraktion hatte sie sich beim Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung für eine entsprechende Änderung der Verordnung eingesetzt. Mit Erfolg, denn die Verordnung ist auf dem Weg und soll spätestens Ende Juli umgesetzt werden.
„Dann können Sicherungsaufträge auch an Fischer vergeben werden, die das Patent für die Küstenfischerei besitzen”, erläuterte Gitta Connemann. Dieser Schritt sei wichtig, weil es gerade die deutschen Fischer seien, die infolge der Fischerei-Beschränkungen der Europäischen Union herbe finanzielle Verluste zu verkraften hätten. Deshalb dürften sie nicht auch noch durch bürokratische Vorschriften im eigenen Land daran gehindert werden, sich alternative Einkommensquellen zu erschließen.
„Hier wird erfolgreich daran gearbeitet, die Küstenfischer an der Wertschöpfung durch die Offshore-Windenergienutzung zu beteiligen. Das ist umso mehr zu begrüßen, als sich bisher in diesem Bereich für die Fischerei eher Nachteile, wie zum Beispiel Fanggebietsverluste ergeben haben. Als weiteren Vorteil sehe ich eine Verbesserung der Kommunikation auf See. In der Vergangenheit hat es hier manchmal Probleme gegeben, weil die Besatzungen der Wachschiffe, auch im Küstengebiet, nicht in deutscher Sprache kommunizieren konnten”, sagte Hilke Looden. Sie ist Fischereiberaterin bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

Im Gespräch: Gitta Connemann und Hilke Looden
Im Gespräch: Gitta Connemann und Hilke Looden

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