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Zukunft nur mit Landwirten nicht gegen sie

BERLIN, 02.12.2019

Heute fand der Agrardialog auf Einladung der Bundeskanzlerin in Berlin statt. Am Tisch saß auch die Stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Gitta Connemann MdB. Diese erklärt: 

Landwirte suchen den Dialog. Sie fühlen sich vom Markt zerrieben, von der Gesellschaft geächtet, von der Politik verlassen. Sie haben Angst um ihre Zukunft. Deshalb wollen sie gehört werden.

Genau das hat die Bundeskanzlerin getan. Und deutlich gemacht: sie will eine Zukunft für die Landwirtschaft in Deutschland. Das geht nur mit den Bauern nicht gegen sie.

Von diesen wird derzeit die Quadratur des Kreises verlangt. Sie sollen Höchstleistungen erbringen – zu Tiefstpreisen. Sie sollen Tierwohlställe bauen, bekommen aber keine Genehmigung. Sie wollen das Klima schützen, aber zu neuen Pflanzenzüchtungen und modernem Pflanzenschutz sagt die Gesellschaft nein. 

Diese Widersprüche und Zielkonflikte müssen gelöst werden. Dabei kann eine Zukunftskommission Landwirtschaft helfen. Deutscher Bauernverband und LandSchafftVerbindung sollen der Kanzlerin dafür gemeinsam mit der Branche bis Februar einen Vorschlag machen. Das ist eine Riesenchance. 

Denn die Landwirte und ihre Familien brauchen Berechenbarkeit und Planungssicherheit. Dafür muss Maßstab für politisches Handeln Fakten und Wissenschaft sein nicht Ideologie oder Lautstärke.

Dieser Maßstab soll für das Aktionsprogramm Insektenschutz angelegt werden. Das Bundesumweltministerium droht bislang ausschließlich mit Verboten und großflächigen Auflagen – ohne Entschädigung. Dabei sind Schutzgebiete erst durch die Pflege von Landwirten entstanden. Artenschutz geht nur mit der Landwirtschaft. Deshalb sollen die Landwirte jetzt endlich mit an einem Runden Tisch sitzen – partnerschaftlich.


Und dann gilt das Wort der Kanzlerin: heute war Auftakt des Dialogs, nicht das Ende. Wir sehen uns wieder. Das sind wir unseren Bauernfamilien schuldig.