„Ampel muss endlich brutale Geldentwertung bekämpfen“

BERLIN, 12.05.2022

Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) fordert angesichts der Rekordinflation eine zielgerichtete Entlastung der Bürger und Betriebe. „Deutschland erlebt den größten Teuerungsschub seit 40 Jahren. Die Schockinflation frisst Gehälter, Renten und Betriebseinnahmen. Pandemie, Krieg, Lockdown verknappen die Ressourcen. Weder die alte noch die neue Bundesregierung haben diese verschuldet. Aber die Reaktion macht den Unterschied.

Jetzt muss die Ampel handeln. Untätigkeit grenzt an unterlassene Hilfeleistung. Die Bundesregierung muss jetzt alles daran setzen, diese brutale Geldentwertung zu bekämpfen“, fordert die MIT-Bundesvorsitzende Gitta Connemann. Die Chance dazu böte ein Antrag zur Inflationsbekämpfung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, der heute (Donnerstag) im Bundestag debattiert wurde.
 
Dieser Antrag nimmt Kernforderungen der MIT auf. „Die Mitarbeiter brauchen mehr Netto vom Brutto. Gehälter müssen mit der Inflation Schritt halten können. Dafür muss der Einkommenssteuertarif angepasst werden. Denn die kalte Progression ist eine kalte Enteignung. Bürger und Betriebe brauchen Entlastung Energie und Sprit. Das Energiepreisgeld der Ampel hilft da nicht: Die Entlastung ist zu wenig, zu spät, zu bürokratisch. Der einfachste und effektivste Weg: Steuern runter. Und der Mittelstand braucht ein Belastungsmoratorium – national und europäisch.“
 
Gemeinsam mit der Unionsfraktion macht sich die MIT auch für einen Verzicht auf die geplante Stilllegung von vier Prozent der Ackerflächen sowie der Bewirtschaftung von ökologischen Vorrangflächen stark. „Weizen statt Brache. Lebensmittel sind knapp. Weltweit droht Hunger. Die deutsche Landwirtschaft kann und will helfen. Die Bundesregierung muss die jetzt auch lassen“, so die CDU-Bundestagsabgeordnete.
 
Connemann: „Dieser Schutzschirm ist dringend nötig. Bei einer Rekordinflation von mehr als sieben Prozent löst sich bei jedem Arbeitnehmer ein Monatsgehalt in Luft auf. Leistung lohnt sich nicht mehr. Darunter leiden alle. Die Ampel darf Bürger und Betriebe jetzt nicht im Regen stehen lassen.“
 

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