Fischerei braucht eine Zukunft in Deutschland

BERLIN, 05.11.2021

In dieser Woche fand der Deutsche Fischereitag in Emden statt. Der Deutsche Fischerei-Verband feierte dort sein 150-jähriges Jubiläum. Er vereint rund eine Million Mitglieder aus der Berufs- und Anglerfischerei in Deutschland. Dazu erklärt die Stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Gitta Connemann:

„Die Herausforderungen für unsere Fischer sind riesig. Corona-Pandemie, Brexit, Klimawandel, Meeresverschmutzung, Schiffsverkehr belasten sie. Dabei sichern die Fischer unsere Ernährung, insbesondere unsere Versorgung mit wertvollem Eiweiß und Omega-3-Fettsäuren. Fisch gehört zu einer gesunden, ausgewogenen Ernährung dazu. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sollte pro Woche ein- bis zweimal Fisch auf dem Speiseplan stehen.

Dennoch fehlt es immer häufiger an gesellschaftlicher Wertschätzung gegenüber Fischern und Anglern. Dies geht bis zu Diskriminierungen und Angriffen. Dabei sind sie Fachleute und Naturschützer am Wasser.

Es geht also nicht nur um die Zukunft der Fischerei in Deutschland, sondern um uns alle. Wir brauchen unsere Fischer – im wahrsten Sinne des Wortes – zum Leben. Deshalb bekennen wir uns zur Fischerei in Deutschland – ohne Wenn und Aber. Wer wie wir Fischer und Angler in unserem Land will, muss handeln und helfen.

Denn die Pandemie wirkt nach. Gerade die Krabbenfischer sind besonders gebeutelt. Schälkapazitäten und Absatzmärkte sind weggebrochen. Der Bund hat deshalb mit Liquiditätshilfen abhängig von den Stillliegetagen geholfen. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hatte sich dafür eingesetzt, diese Hilfen zu verdoppeln – mit Erfolg. Damit konnten wir Härten abfedern und Existenzen sichern.

Die Deutsche Fischerei ist aber auch massiv durch den Brexit getroffen. Bis 2026 brechen ein Viertel der Fangrechte in den Gewässern des Vereinigten Königreichs und im Nordostatlantik weg. Norwegen hat sich selbst kräftige Nachschläge bei Makrelen genehmigt. Die EU darf nicht zum Selbstbedienungsladen werden. Auch die deutsche Fischfang-Flotte ist auf einen stabilen Zugang und Fanganteile angewiesen. Deutschland darf deshalb beim Kabeljau nicht auf seine historischen Fangrechte verzichten.

Gerade unsere Ostseefischer brauchen dringend Zukunftsperspektiven. Die EU hat mit ihrer jüngsten Quotenentscheidung die Fischerei auf Hering und Dorsch in der Ostsee faktisch beendet. Damit verlieren Fischer 80 Prozent ihres Einkommens. Es ist deshalb gut und richtig, dass die geschäftsführende Bundesregierung zu einem Runden Tisch Ostseefischerei einladen wird. Dort muss ein Instrumentenkasten für strukturelle Anpassungen gebaut werden. Dazu gehört auch eine finanzielle Förderung der Stilllegung von Fischereifahrzeugen.

Es gibt kaum eine nachhaltigere Fischerei als die deutsche. Das liegt auch an der exzellenten Fischereiforschung des Bundes, die entscheidende Vorarbeiten für eine umwelt- und artenschonende Befischung leistet. Gerade deshalb steht die neue Koalition in der Pflicht, die Fischerei nicht noch mehr zu belasten. Steuererleichterungen für Fischereibetriebsstoffe müssen erhalten werden. Denn die Kutter haben noch keine Alternative zum Schiffsdiesel. Fisch darf nicht zum Luxusprodukt werden. Das droht aber mit immer mehr Auflagen und Einschränkungen für die deutschen Betriebe. Hier gilt es gegenzusteuern und den Fischern in Deutschland konkrete Perspektiven zu geben, um weiter für uns besten Fisch auf unsere Teller bringen zu können. In diesem Zusammenhang gebührt auch den Anglerinnen und Anglern ein herzlicher Dank. Das Angeln hat in den letzten Monaten positive Entwicklungen genommen. Es ist eine perfekte Möglichkeit, Lebensmittel nachhaltig zu gewinnen. Und es ist zugleich ein Beitrag zur Artenvielfalt durch geprüfte Naturschützer.“

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